Turnierbericht 2011

CIC* Gut Waitzrodt international! Kurhessische-Waldecksche Verbandsmeisterschaft in der Vielseitigkeit

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Friederike Tophoff-Kaup am Mikrofon

Ursprünglich wollte Friederike Tophoff-Kaup aus Warendorf mit „Lady You MG“ in Holland starten, doch das Turnier wurde kurzfristig abgesagt. So entschied sie sich zu ihrem Glück für den mit 2.000,– EUR dotierten CIC* in Immenhausen-Gut Waitzrodt und gewann die Siegprämie.

Nach der Dressur lag Hendrik Degros aus Belgien auf dem Trakehner „Afrikaner“ noch in Front, musste sich dann aber aufgrund von Zeitfehlern mit dem zweiten Platz begnügen. Für seine stilistisch vollendeten Ritte erhielt er den von Gerhard Fröhlich gestifteten Stilpreis.

Der dritte Platz ging an Brita Esser auf Escorial aus Ostbevern. Die Lokalmatadorin und Vorjahressiegerin Josefa Sommer errang mit dem selbstgezüchteten Hannoveraner „Henry“ den vierten Platz und gewann damit die Kurhessische Verbandsmeisterschaft. Außerdem wurde ihr gemeinsam mit Julia Schwanbeck der von Konrad Schuster gestiftete Sonderehrenpreis für die beste Geländeleistung zugesprochen. Diesen Preis, eine wertvolle Carrera-Armbanduhr, erhält derjenige, der am nächsten an die Bestzeit heranreitet. Beide Reiterinnen überschritten die Bestzeit nur um eine Sekunde, beide erhielten eine Uhr.

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Zweiter im CIC und Gewinner des Gerhard Fröhlich-Stilpreises: Hendrik Degros

Hendrik Degros belegte mit seinem zweiten Pferd „Ardenco“ den fünften Platz vor Roland Harting (Lux), Stefan Klapsing (Eine wie Keine) und der Schwedin Anna Nielson auf „Candy Girl“. Auf den weiteren Plätzen folgten Judith Sommer (Waitzrodt), Julia Schwanbeck (Fischborn), Alexandra Haase-Uitz (Österreich) und Frederike Kaupa (Hamburg).

62 Nennungen waren zu dem zum zweiten Mal, diesmal als „One Day Event“ veranstalteten CIC* Waitzrodt International aus insgesamt 10 Nationen eingegangen. Die schweren Gewitter und sintflutartigen Regenfälle am Vorabend des Turnierwochenendes ließen dann aber das Starterfeld auf 37 zusammenschmelzen. Trotzdem hatte der Technische Delegierte der FEI und Sicherheitsbeauftragte Rolf Schmidt keine Bedenken. Der von Bernd Backhaus gestaltete Geländeparcours ließ sich ausgezeichnet reiten. Bereits bei den Dressuren konnte sich Chefrichter Joachim Daum über sehr gute Leistungen freuen. Der anspruchsvolle Springparcours war aber für die Starter eine echte Herausforderung.

Der 2.450 m lange Geländeritt des CIC* mit 26 liebevoll gestalteten und geschmückten Sprüngen bot den zahlreichen Zuschauern einen echten Augenschmaus. Bei kühlem, aber sonnigem Wetter konnten sie hautnah die Ritte auf einem Spaziergang entlang der Strecke miterleben. Gleichzeitig hatten Sie einen herrlichen Blick auf die malerische Landschaft rund um Kassel.

Aus einem freudigen Grund verzichtete Fabian Hayessen auf das Springen mit seinen beiden Pferden: Er musste schnell seine Frau Maria ins Krankenhaus fahren, die dort einen Sohn gebar. Zur Cross-Führzügelklasse mit Tochter Marlene war er dann rechtzeitig wieder da.

Das Turnierprogramm umfasste 17 Prüfungen vom CIC* bis zur Cross-Führzügelklasse. Das Nennungsergebnis mit 600 Startplätzen lag um ein Drittel über dem Vorjahresergebnis und übertraf alle Erwartungen. Dazu gab es noch ein Abendprogramm mit Spanferkelessen und Showeinlagen, wobei besonders die Feuerschau begeisterte.

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Sieg in der VA: Theresa Kisselbach auf Quicksilver

Die VA, ein weiteres Highlight des Turniers, wurde ebenfalls als „One Day Event“ durchgeführt. Das Gelände mit 24 Sprüngen über 2.250 m führte in weiten Teilen parallel zur CIC*. Trotz der Regenfälle war das Geläuf bis auf eine kurze Passage im Wald sehr gut bereitbar. In dieser Prüfung wurde sowohl die Kreismeisterschaft ausgetragen als auch eine Qualifikation für die IGV-Trophy. Aufgrund der hohen Nennungszahlen musste die Prüfung nach Leistung geteilt werden. Die erste Abteilung gewann Theresa Kisselbach (RV Gut Waitzrodt). Durch ihr sehr gutes Dressurergebnis von 33 Punkten und einen fehlerfreien Springparcours konnte sie sich sogar 4,8 Zeitfehler im Gelände erlauben. Es folgte auf den Plätzen Friederike Borz (Bad Nauheim), Jonathan Marquardt (Hünfeld), Norma Brehm (Rumpenheim), Sina Tönges (Wolfhagen und Kai Rugaber (Bronnweiler). In der zweiten Abteilung gewann Janine Höhne (Gut Waitzrodt) vor Johanna von Trotha (Rüsselsheim), Sabine Nartschick (Panschwitz), Christoph Fingerhuth (Niederwaroldern), Kim Busche (Kirberg) und Michael Schneider (Pfungstadt). Der Stilpreis ging an Theresa Kisselbach.

Die Kreismeisterschaft Kassel Stadt und Land ging in der Leistungsklasse 3+4 an Theresa Kisselbach, in der LKL 5+6 an Janine Höhne.

Nicht zu vergessen sind die Prüfungen der Klasse E, wo es auch eine kombinierte Wertung aus Dressur, Springen und Gelände gab. Das Ergebnis zählte auch als Qualifikation zur IGV-Trophy. Hier standen vorne Christin Heß aus Untergeis vor Antonia Klemme (Rüsselsheim) und Lena Thöne (Gut Waitzrodt).

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Nordhessenmeister Senioren: Josefa Sommer vor Stefan Klapsing und Judith Sommer

 

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Nordhessenmeister bei den Jungen Reitern: Kirsten Malkus vor Michelle Röll

 

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Sieger bei den Junioren: Theresa Kisselbach vor Christoph Fingerhuth und Jonathan Marquardt

Alle Fotos: Alexandra Hollstein

In der Kurhessisch-Waldeckschen Verbandsmeisterschaft, ausgetragen im CIC*, siegte bei den Senioren Josefa Sommer vor Stefan Klapsing und Judith Sommer (alle RV Gut Waitzrodt).

Bei den Jungen Reitern ging die Goldmedaille an Kirsten Malkus auf „Monfin Horizon Sunrise“, Silber an Michelle Röll (beide Waitzrodt) und Bronze blieb vakant.

In der Altersstufe der Junioren hatte die Siegerin in der VA, Theresa Kisselbach (Gut Waitzrodt) vor Christoph Fingerhuth (Niederwaroldern) und Jonathan Marquardt (Hünfeld) die Nase vorn.

Nachdem am Sonntag der Wettergott ein Einsehen hatte, klang ein herrlicher Turniertag des 8. Reitturniers mit großen sportlichen Leistungen aus und hinterließ um den Vereinsvorsitzenden Christoph Sommer eine leicht erschöpfte Organisations-Mannschaft. Überall wurde aber bereits über das „Nächste Mal“ philosophiert.